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Drei Jubiläen auf einen Streich - Landestreffen 2024 in Rottenburg/Neckar
Gleich drei Jubiläen waren es, die beim großen Festwochenende in Rottenburg
gefeiert wurden: 750 Jahre Gründung der „neuen Stadt“ Rottenburg, 150 Jahre
Neuuniformierung der Bürgerwache und 75 Jahre Landesverband der
Bürgerwehren und Stadtgarden in Württemberg und Hohenzollern. Die beiden
letztgenannten Jahrtage waren für die Bürgerwache Rottenburg der Anlass, das
diesjährige Landestreffen der württembergisch-hohenzollerischen Garden und
Wehren auszurichten.
Bevor am Samstag und Sonntag zahlreiche Bürger im Bunten Rock unseres
Verbandes, des badisch-südhessischen Nachbarverbands sowie aus Österreich
die Bischofsstadt bevölkerten, wurde das Festwochenende am Freitagabend im
großen Festzelt hinter der Festhalle mit einer Sommerparty durch die Band
„Allgäu Power“ eröffnet. Am Samstagabend stand traditionell der Große
Zapfenstreich auf dem Programm, aufgeführt von der Bürgerwache Rottenburg
unter Begleitung eines Ehrenzugs des Jägerbataillons 292, mit dem die Stadt
Rottenburg erst jüngst ein Patenschaftsverhältnis eingegangen ist. Anmoderiert
vom Regierungspräsidenten Klaus Tappeser, führte der stellvertretende
Landeskommandant Major Georg Bacher vor dem Zapfenstreich im
vollbesetzten Hohenberg-Stadion die Übergabe der Landesstandarte von der
Bürgerwache Ehingen an die Bürgerwache Rottenburg durch. Nach dem
Ausmarsch der von Major Alexander Götz befehligten Ehrenformation sorgten
Musikzüge verschiedener Wehren für musikalische Unterhaltung im Festzelt.
Der Sonntag morgen begann bereits um 6 Uhr mit Kanonendonner aus den
historischen Geschützen St. Georg und St. Barbara. Der Feldgottesdienst im
Hohenberg-Stadion wurde vom Diözesanadministrator Dr. Clemens Stroppel,
dem Dompfarrer Klaus Rennemann und Diakon Andreas Weiß zelebriert. Die
neun Ministranten wurden von der Bürgerwache gestellt und ministriert wurde
natürlich in Uniform! In einer beeindruckenden Predigt hob Prälat Stroppel die
hohe Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements in der heutigen Zeit hervor.
Zum Abschluss der Feldmesse erklang zum Gedenken an die Verstorbenen das
„Lied vom guten Kameraden“, begleitet von Salutschüssen der Infanterie der
Bürgergarde Neuhausen und der Artillerie der Bürgerwache Rottenburg.
Zum Kommandantenempfang im Foyer der Festhalle konnte Oberbürgermeister
Stephan Neher unter anderem S.K.H. Wilhelm Herzog von Württemberg, die
Bundestagsabgeordnete Annette Wiedmann-Mauz und den Verkehrsminister
des Landes Baden-Württemberg Winfried Herrmann begrüßen. Major Alexander
Götz ging in seiner Ansprache kurz auf eines der gefeierten Jubiläen ein: Im Jahr
1874 hatte das seinerzeitige Kommando der Bürgerwache angeregt, die
bisherigen Uniformen im österreichischen Stil durch solche nach preußischem
Vorbild zu ersetzen. Pate stand – natürlich mit gewissen Abweichungen im Detail
– das Grenadierregiment Nr. 119 „Königin Olga“ (1. Kgl. Württ.) mit dem für das
württembergische Militär typischen zweireihig geschlossenen dunkelblauen
Waffenrock, der schwarzen Hose mit rotem Vorstoß und dem Lederhelm mit
neusilbernem Wappenbeschlag und zur Parade aufgestecktem weißen
Roßhaarbusch. Diese Uniform wird von der Bürgerwache Rottenburg noch heute
getragen.
Beim großen Festzug am Nachmittag defilierten nicht nur zahlreiche Garden und
Wehren in ihren bunten Uniformen durch die Stadt. Auch historische
Laufgruppen, Musikvereine und Festwägen aus der Stadt und dem Umland
bereicherten den fast 60 Gruppen umfassenden Umzug durch ihre Teilnahme.
Zum Festausklang am Montag konnte das große Festzelt zum
Handwerkervesper nochmals gut gefüllt werden. Musikalisch begleitet wurde der
Festausklang durch die „Blauen Jungs“ vom Shantychor der
Marinekameradschaft Rottenburg und der Stadtkapelle Rottenburg.





